Jugendeuropameisterschaften 2004

In der Geburtsstadt Mozarts fanden dieses Jahr die Jugendeuropameisterschaften statt. Vom 25. bis 27. Juni bewiesen sich Läuferinnen und Läufer aus 22 Nationen in den Disziplinen Sprint, Normaldistanz und Staffel.
Die deutsche Nationalmannschaft ging mit insgesamt 15 Läuferinnen und Läufern an den Start. Als Betreuer waren Tim Schröder (Trainer D-/C-Kader), Jan Birnstock (Trainer C-Kader) und Christian Rossenegger (Rossi) mit dabei.
Schon vor den eigentlichen Wettkämpfen hatte sich das Team in eine Salzburger Jugendherberge einquartiert und absolvierte von da aus einige Trainings, ehe die Athletinnen und Athleten in das offizielle JEM-Quartier umzogen. Vorher besichtigte die Mannschaft jedoch noch die Innenstadt Salzburg, in der auch der Sprint am Freitagnachmittag stattfinden sollte.
Glücklicherweise war es erlaubt, ältere Karten vom Stadtgebiet mitzunehmen, sodass man sich intensiv auf den Wettkampf vorbereiten konnte.
Am Donnerstag gab es von dem Veranstalter die Möglichkeit an einem Modell Event im wettkampfrelevanten Wald teilzunehmen. Es stellte sich heraus, wie in den vorherigen Trainings schon geahnt, dass das Gelände von parallel liegenden Gräben und Flussläufen durchzogen wurde. Schön als Auffanglinie in Postennähe, doch waren zu viele da, stieg die Gefahr Parallelfehler zu machen. Außerdem gab es sehr steile Hänge, die es zu bewältigen gab.
Doch erst mal stand der Sprintwettkampf am nächsten Tag an. Am Vorabend setzte sich das deutsche Team noch einmal zusammen, um die letzten Informationen von den Trainern zu bekommen. Die gefürchteten vielen engen Gassen wurden nicht für die Passanten gesperrt, was das Laufen nicht gerade vereinfachte. Der Hinweis der Wettkampfleitung war eindeutig: "Bitte bringt sie nur nicht um." Auch Rossi hatte noch ein paar hilfreiche Worte: "Es ist euer Wettkampf, eine Europameisterschaft. Also rennt mit einer gesunden Aggressivität."
Am nächsten Tag ging es los, nachdem die Salzburger Bürgermeisterin auf der Eröffnungsfeier alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßt hatte. Danach konnte der Sprint trotz eines vorherigen Unwetters wie erwartet starten. Der erste Teil ging durch den Wald und dann ging es hinunter in die Stadt, in der es zu einigen unbequemen Begegnungen zwischen Läufern und Passanten kam. Es war trotzdem ein durchaus gelungener und gut organisierter Wettkampf.
Am Samstag folgte die Normaldistanz. Das Startgebiet, wo sich die Läuferinnen und Läufer vor ihrem Start aufhielten, war durch die unterschiedlichsten Startzeiten sehr ruhig und bot Ruhe und Platz, um sich noch einmal vor dem Lauf zu entspannen. Die Klassikstrecke beinhaltete sehr steile Anstiege, tiefen Gräben und einige Dickicht-Posten, woraus eine orientierungstechnisch und läuferisch anspruchsvolle Bahn entstand.
Abends fanden die Siegerehrungen und die Party in dem Gebäude einer Brauerei statt, sodass man mit dem hartnäckigen Geruch des Hopfens empfangen wurde. Nach der offiziellen Siegerehrung gab es eine Disco, bei der gefeiert und internationale Kontakte geknüpft wurden.
Als Abschluss der Jugendeuropameisterschaften fand am Sonntag die Staffel statt. Auf einem Teil der Klassikkarte sollten die Dreier-Staffeln in den Wald gehen.
Die etwas kürzere Bahn gestaltete sich nicht ganz so steil wie am Vortag, war aber orientierungstechnisch anspruchsvoller. Die Staffel war ein gelungener Abschluss, auch wenn man in den Gesichtern der meisten Läuferinnen und Läufer die Anstrengungen der letzten Tage erkennen konnte.
Die diesjährigen Jugendeuropameisterschaften waren sehr schöne Wettkämpfe, bei denen sowohl die Organisation und der Anspruch, als auch der Spaß stimmten.

Die Ergebnisse im Einzelnen unter www.eyoc2004.com




Bericht von Angie


 

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