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Im August 2001 wurde zum ersten Mal ein gemeinsames Wochenende in
St. Andreasberg in der warmen Jahreszeit verbracht.
Wie immer trafen wir uns
am Freitag Abend in unserer Hütte auf der Jordanshöhe und wie immer ging es
zum Auftakt mit einem Spieleabend los. Marks Risiko-Spiel war aus dubiosen
Gründen nicht mitgebracht worden, so daß bei kühlen Getränken auf das altbewährte "Rate deine
Persönlichkeit-Spiel" zurückgegriffe wurde. Wie so häufig haben
für dieses Spiel ein Blatt Papier, ein Stift und eine Rolle Tesafilm
ausgereicht, um sich beinahe die ganze Nacht um die Ohren zu schlagen.
Der Höhepunkt des Wochenendes sollte am Samstag auf uns warten.
Claus kannte mal wieder die richtigen Leute, um die Truppe einmal mehr mit einem
für uns neuartigen Erlebnis zu überraschen. Es ging ins Tal der Innerste,
wo wir uns im Verlaufe des Tages an drei Stationen austoben konnten.
Die erste Station sollte auf die Nachfolgende vorbereiten: Mit angelegtem
Klettergurt seilten wir uns über eine schiefe Ebene zum Bachlauf in der
Talsohle ab. Hierbei ging es neben dem Erlernen der Knoten und der notwendigen Handgriffe
beim gegenseitigen Sichern vor allem um die Gewöhnung an den Klettergurt.
Die zweite Station hatte es dann in sich: Vom "Schiefen" ging es in
die Vertikale, diesmal war es das Ziel, sich von dem benachbarten Viadukt
abzuseilen. Es war wie so häufig: Die Männer der Abteilung hatten die Hosen
gestrichen voll, hörten aber nicht auf zu beteuern, daß sie das Wort "Angst"
nicht kennen. Im Unterschied dazu hielt sich der zumeist weibliche Nachwuchs mit Äußerungen im
Vorfeld zurück und zeigte am Seil eine beeindruckende Gelassenheit.
Letztlich sind alle über "die Kante" gegangangen, und letztlich war es für
alle eine großartige Erfahrung.
Die dritte Station barg schließlich den größten Funfaktor: Der
angelegte Klettergurt wurde über eine Schlinge mit einer Rolle verbunden. Die Rolle
lief über ein Seil, das zuvor über die Schlucht gespannt wurde. Auf beiden Seiten der
Schlucht waren zwei Teams in Position, die den eingeklingten "Delinquenten"
an Zugseilen über die Schlucht zogen. Wer den Weg über die Schlucht wagte,
erlag schnell dem Geschwindigkeitsrausch und konnte nicht genug bekommen.
Leider verging der Tag wie im Fluge, er hätte gut noch einige Stunden länger
sein können.
Am späten Nachmittag ging es zurück in die Skihütte, wo der Abend
nach einem gemeinsamen Grillen am Lagerfeuer ausklang. Am Sonntag wurde
vormittags noch ein wenig Sport gemacht, bevor es für alle wieder auf den
Heimweg ging. Wir hatten einmal mehr ein tolles Wochenende erlebt und nahmen
uns vor, für den Sommer 2002 wieder ein gemeinsames Wochenende zu planen.
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